
Für die Vielfalt! Gegen die Norm!
Wenn wir an den Abend im „Vinylkultur“ denken, fallen uns auf Anhieb drei Dinge ein:
Verrückte Umstände, Verrücktes Konzert und eine unwiderstehliche Ladung voller künstlerischer Vielfalt.
Von Anfang an sahen wir die Aktion als Experiment und als Herausforderung. Irgendwie hat uns der Gedanke gefallen, in einem kleinem Keller mit vielen super Leuten zu spielen und als laute Band an einem Ort aufzutreten, wo sich normalerweise der Plattenjunkie aufhält und nicht eine Horde wild gewordener Punk-und Tanzfreund_innen.
Das Ergebnis war der Knaller. Bevor es mit dem Konzert losging wurden Kurzfilme gezeigt, welche viele Menschen anlockten. Nach den Kurzfilmen legten wir los und es war einfach zu krass, denn das Publikum war ein bunter Mix aus Student_innen, Älteren, Punkrocker_innen und unseren Freund_innen. Die Stimmung im Publikum (Natürlich verschreckte den ein oder anderen Spießer unsere Musik, aber das ist ja auch gut so
) und bei uns war echt super, obwohl es viele Technikprobleme gab…aber fuck off! Hauptsache Musik, Message und Spaß.
Wir glauben, dass das der Sampler „Klein stadt Gross“ ausdrückt.
Nämlich an vielen verschiedenen coolen Orten in Greifswald viele verschiedene coole Leute mit einander zu verbinden und eine größere und offenere Kultur- und Musikszene in Greifswald zu etablieren. Letzendlich drückt diese Vielfalt und dieser Mut zu Normbrüchen die Ablehnung gegen Rassismus, Homophobie, Sexismus und jede andere Art von Diskriminierung aus. Das Projekt „Klein stadt Gross“ und die sehr vielen Besucher_innen der verschiedenen Veranstaltungen zeigen, dass Diskriminierung und die daraus resultierende Gewalt scheiße ist und das wir uns gegen diesen Normalzustand der Intoleranz (welcher auch in der achso weltoffenen Studentenstadt Greifswald gegeben ist) wehren. Homophobe Übergriffe von total verblödeten Machoschweinen nach einem anderem Veranstaltungsabend des Projektes sind ein Beweis dafür, wie weit verbereitet Diskriminierung und Gewalt in der Mitte der Gesellschaft ist.
„Klein stadt Gross“ gibt den Menschen Kraft für unkommerziele Kunst und eine emanzipatorische Szene in Greifswald!
Null Bock auf homophobe Kackscheiße!
100% Bock auf Vielfalt, Kultur und Freiheit!

„Ehh, ich hab noch nie im Plattenladen POGOS miterlebt. Ich dreh komplett durch! Hammer geil“
R!O 27.10.2009
Fotos vom Abend folgen bald!


Wo soll ich unterschreiben? hehe.